Hervorgehoben

Die KLiteratur ist eine Zeitschrift. In ihr setzen sich Kunst & Literatur zusammen. Und mit Gegenwart & Gesellschaft auseinander. Sie fließt über das Papier. Auf die Straßen. Fragen sind ihr Ding. Warum? Weil eine Antwort nicht einfach ist!



Hier unten geht es mit News zu uns und dem Blog weiter. Im Menü oben gilt: all you can click.

Blog #10: Antwort auf einen Leserbrief.

Von Philipp Hübl.

Bo hatte vor ein paar Wochen als Reaktion auf einen Text von Philipp Hübl einen Leserbrief verfasst, den er Herrn Hübl nicht nur geschickt, sondern auch hier veröffentlicht hatte. Philipp Hübl hat geantwortet. Diese Antwort möchten wir euch nicht vorenthalten. Wenn ihr teilnehmen wollt an der Diskussion, schickt uns eure Gedanken an kliteratur ät posteo punkt de.

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Blog #10: Meine Vagina.

Von Galina Rymbu.

Am 17. Mai 2013, zur Musik der Band смысловые галлюцинации
kam aus meiner Vagina ein Sohn
und danach – die Plazenta, die die Hebamme auf der Hand wiegend
hielt wie ein Fleischer. Der Doktor legte mir den Sohn auf die Brust
(da wusste ich noch nicht den Namen des Sohns)
und sagte: ihr Sohn. Und der Sohn bepinkelte mir sofort die Brust und den Bauch
und die Welt wurde zu meiner wunden Vagina, zu dem Sohn, zu seinem heißen Strahl,
seinem nassen, warmen Kopf, meinem leeren
Bauch.

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Blog #9: Bauchgefühl.

Von Elizaveta Khan.

Ankommen in Europa. Als erstes fällt ihr auf, dass die Bettdeckenbezüge anders sind. Nicht die für den Kopf, nein die für das Bett, bzw. für den Rest des Körpers. Die Decken werden von der unteren Seite zur vorderen Seite des Bezugs gestopft, dann werden entweder Knöpfe geschlossen oder dieser wird mit einem Reißverschluss zugemacht.

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Blog #8: Dumm.

Eine kurze Lesung von Clemens Schittko.

Mütend sei die Mischung aus Wütend und Müde. Kay-Lee sucht nach einer literarischen Antwort und bietet Schumm (Scheiße und Dumm) oder Deiße (Dumm und Scheiße) als alternative Sichtweisen auf den Ist-Zustand an.

In letzterer Reihenfolge las Clemens Schittko auf dem Symposium Text-World–World-Text I 2016 im Forum Stadtpark in Graz.

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Blog #7: Wasserturm

Eine Legende aus Kalk. Von Alexander Estis.

Jetzt, wo wir einen getrunken haben, verrate ich dir was. Ich bin der Erfinder der literarischen Hydraulik. Ich bin nämlich Ingenieur, mußt Du wissen. Was man mit der literarischen Hydraulik machen kann? Zweierlei: Literatur wäßrig oder Wasser literarisch. Da ersteres meiner speziellen Technologie nicht bedarf, widme ich mich dem letzteren.

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TRANSIT – Literatur am laufenden Band

Heute, am 9. April startet TRANSIT.  Ab 17:00 Uhr rollt Literatur von 30 Autor*innen auf 50 Meter LED-Laufband über den Ebertplatz. Damit wird der Ebertplatz 5 Wochen lang zur Bühne für kurze literarische Texte und erschafft damit eine individuell erlebbare öffentliche Dauerlesung – nur das ihr selbst mitlesen müsst.

Täglich von 9-2o Uhr ziehen jeweils 5 fein ausgewählte Texte in Schleife über das Band. Zwischen 20-23 Uhr gibt’s dann alle 31 Texte am Stück. Mit seinen vielen Sitzmöglichkeiten und Teilflächen wird aus dem Ebertplatz abermals ein großflächiger Open Air-Resonanzraum, denn Kultur ist weiterhin für die Öffentlichkeit gedacht. Aber kommt einfach vorbei und lest selbst.

Mehr dazu auch auf twitter.

Blog #6: Hässlich

Nach einer Kurzgeschichte von Jan Grue. Aus dem Norwegischen nacherzählt von Anna Pia Jordan-Bertinelli.

„Bin ich hässlich?“, fragte Eyolf und sah mich mit seinen kleinen, stechenden Augen an.

Eyolf hatte die Angewohnheit, mir solche intimen und schwierigen Fragen auf eine Art zu stellen, die die Aufmerksamkeit der ganzen Klasse auf mich lenkte und es mir unmöglich machte, nicht zu antworten.

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Blog #5: Deutsch für Gegenwärtige

von Jonas Linnebank

Im Moment läuft “Türkisch für Anfänger” (Bora Dagtekin) auf Netflix. Zuerst ausgestrahlt wurden die drei Staffeln von 2006 bis 2008 im Ersten Deutschen Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen. Meine Freundin und ich gucken die Serie gerade und fragen uns, ob und wie die Öffentlichkeit heute darauf reagieren würde.

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Blog #4: Eine Antwort auf Philipp Hübl’s diffusen Kommentar

von Bo Franke

Eigentlich wollte ich hier diese Woche nur zwei Rassismus-kritische Podcasts empfehlen, aber aus aktuellem Anlass wurde daraus ein Brief. Der Anlass? Am 21.3.21 veröffentlichte der Philosoph und Professor für Kulturwissenschaft Philipp Hübl im Deutschlandfunk Kultur einen Kommentar mit dem Titel „‚Struktureller Rassismus‘ – ein irreführender Begriff „. Er argumentiert sich darin bis zur These vor, dass „mit der diffusen Rede vom ’strukturellen Rassismus‘ […] niemandem geholfen [sei]“. Diese These ist mehr als fragwürdig. Die Argumentation dahinter ist es auch. Ich möchte hier auf ihn und seinen irreführenden Kommentar antworten. Sachlich, ausführlich und öffentlich – weil Rassismus keine Privatsache ist.

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Blog #3: Mein Jungfernhäutchen ist in Wahrheit ein Schellenkranz

von Ulla Hiltl

Das Jungfernhäutchen ist ein ganz besonderes Gewebe. Es liegt im Verborgenen und kaum jemand kann wahrscheinlich wirklich beschreiben, wie es aussieht. Weil es niemand zu Gesicht bekommt. Dabei spielt es zumindest in der Vorstellung von der sogenannten Entjungferung eine große Rolle. Teilweise wird das unversehrte „Häutchen“ tatsächlich als Garant für den Nachweis gehandelt, dass eine Frau noch nie mit einem Mann geschlafen hat. Als Beweis für den Wert der Frau mit unberührtem Hymen, wird am nächsten Morgen das blutbefleckte Laken präsentiert.

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