Blog #17: Meinungsvielfalt in der freien Marktwirtschaft.

Von Jonas Linnebank

Deutsche Medienunternehmen und Zeitungsverlage haben gekämpft. Und zwar erfolgreich: Für ein Leistungsschutzrecht. Es geht Ihnen um den Erhalt der Pressefreiheit, um Journalismus, um die Vielfalt der deutschen Presselandschaft – und um das freie Unternehmertum. Wie das eigentlich alles zusammenhängt? Darum geht es hier.

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Blog #16: Ein Plädoyer für mehr Poesie im Alltag.

Von Sara Ehsan

Deutschland, das Land der Dichter und Denker? Muss schon weit her sein, dass man das ernst genommen hat. Ein Blick auf die hiesigen Buchhandlungen zeigt uns ein anderes Bild, zumindest was die Dichter*innen angeht. Es mag sie noch geben, die Dichter*innen, aber gelesen werden sie kaum. Leider hat sich die Leidenschaft, Gedichte zu lesen, aus dem Staub gemacht, sei es wegen der tödlichen Langeweile einer Gedichtinterpretation, die niemand freiwillig in der Schule machen möchte, sei es wegen dem ewigen Verschweigen der Dichtkunst im Rundfunk und Fernsehen. Wann war das letzte Mal, dass sie Gedichte im Radioprogramm gehört haben, oder eine Show mit oder über Dichtenden gesehen haben? Außer nie oder schon sehr lange her, würde den meisten nichts einfallen. Doch wer rettet uns vor dieser poesielosen Welt?

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Die 2. Ausgabe der KLEINEN

Die KLEINE 2 ist da! Die KLEINE ist die kleine Schwester der großen kLiteratur und ein Zine für Text und Kunst von Frauen* für alle. Diesmal mit Texten von Ulla Hiltl und Željana Vukanac, Illustrationen von Isi Hansen und einem Editorial von Nele Ziemer. Ab sofort gratis an verschiedenen Orten in Köln, bestellbar zum Solipreis von 3€. Schreibt uns einfach eine Mail an kliteratur ät posteo punkt de oder bei Instagram.

Wenn ihr noch Orte kennt, an die KLEINE unbedingt ausliegen sollte, schreibt es in die Kommentare. Ihr findet die 2. Ausgabe der KLEINEN hier:

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Blog #15: Come As You Are.

Von Jonas Linnebank.

Ich gucke Zusammenfassungen internationaler Fußballspiele auf einer halb-illegal, illegalen oder sich dazwischen in der Grauzonen befindenden Homepage. Die Videos sind in der Regel zwischen zehn und fünfzehn Minuten lang. Dazwischen werden fünf und mehr Werbeanzeigen geschaltet. Es war wahrscheinlich dort, dass ich die neue (vielleicht mittlerweile alte) Crocs-Werbekampagne gesehen habe.

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Blog #14: Was hat die Pandemie mich gelehrt?

Von Zeynep Albaraz Gençer.

Chaotische, unbekannte und extraordinaere Situationen bieten den Leuten immer eine Lehre. Eine Person, die eine Krankheit, einen Bankrott, Auswanderung, Trennung erfaehrt oder eine Verwandte verliert, versucht im Morgengrauen “die Taille zu strecken“ und die Erfahrungen zu verdauen, nachdem sie den Boden des Spielfelds gesehen hat.

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Blog #13: Zu wie viel % besteht die Zukunft aus Service?

Von Philipp-Bo Franke.

Ich habe überhaupt gar nix gegen die Zukunft, ganz im Gegenteil. Her mit ihr! Ich habe auch nix gegen die Technik von heute, die uns diese Zukunft verspricht. Okay, ich habe kein Smartphone, keine Apps und auch sonst bin ich technisch eher unmodern unterwegs. Aber auch wenn ich damit langsam aber sicher an die Grenzen der sozialen Teilhabe komme (meine Bank lässt mich seit kurzem nicht mehr per sms überweisen; Freunde verabreden sich zum Tischtennis – wer bekommt‘s nicht mit?), habe ich nichts gegen Smartphones oder die Verheißungen des Digitalen.

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Bild: Gianluigi Esposito

Unser Postfach ist wieder offen

Unsere 6. Ausgabe geht in weniger als 10 Tagen in den Druck – YEAHYEAHYEAH! Deswegen ist ab sofort wieder Platz im Postfach für eure Texte und Bilder. Und so viel können wir heute schon sagen:

Die No. 7 wird ein: ‘FEHLER’.

Fehlalarm, Fehltritt, Fehlgriff, Fehlversuch, Fehlschluss, Fehlermeldung, Fehler = Failure oder nur ein weiterer Fehler in der Matrix? Gibt es richtige Fehler oder falsche? Was sind eure Lieblingsfehler? Wie viele Fehler pro Tag machst Du? Liegt der Fehler, passiert er, tut er? Was steht vor dem Fehler, was kommt danach und wer ist dafür verantwortlich? Wir wissen es nicht. Macht euch mit uns auf die Suche nach dem ‘FEHLER’. Was, wie & wohin einsenden?

Einsendeschluss: 01.08.2021

Blog #12: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Von Jonas Linnebank.

Vor ein paar Tagen hat ein Kumpel von mir ein Video gepostet. Darin zu sehen: Mitglieder einer scheinbar palästinensischen Familie, die in ihrem Haus sitzen, über ihre Lieblingsräume erzählen, über Zukunftsträume phantasieren. Währenddessen sehen wir im Hintergrund Menschen mit schwarzen Hüten, Kippot, Bärten und Schläfenlocken die Wohnung ausräumen. Am Ende schubsen jüdische Männer den alten Patron des Hauses vom Stuhl aus dessen Garten. 5,8 Millionen Menschen haben das Video gesehen. Herzen und ergriffene Smilies schmücken die Kommentarspalten, keine Definitionen von ‘Othering’. 

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Blog #11: Antwort auf einen Leserbrief.

Von Philipp Hübl.

Bo hatte vor ein paar Wochen als Reaktion auf einen Text von Philipp Hübl einen Leserbrief verfasst, den er Herrn Hübl nicht nur geschickt, sondern auch hier veröffentlicht hatte. Philipp Hübl hat geantwortet. Diese Antwort möchten wir euch nicht vorenthalten. Wenn ihr teilnehmen wollt an der Diskussion, schickt uns eure Gedanken an kliteratur ät posteo punkt de.

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Blog #10: Meine Vagina.

Von Galina Rymbu.

Am 17. Mai 2013, zur Musik der Band смысловые галлюцинации
kam aus meiner Vagina ein Sohn
und danach – die Plazenta, die die Hebamme auf der Hand wiegend
hielt wie ein Fleischer. Der Doktor legte mir den Sohn auf die Brust
(da wusste ich noch nicht den Namen des Sohns)
und sagte: ihr Sohn. Und der Sohn bepinkelte mir sofort die Brust und den Bauch
und die Welt wurde zu meiner wunden Vagina, zu dem Sohn, zu seinem heißen Strahl,
seinem nassen, warmen Kopf, meinem leeren
Bauch.

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